Interview mit Bernard Fangmann
Hallo Bernard, woran liegt es deiner Meinung nach, dass man dich in Osterfeine so positiv in Erinnerung hat?
Ein Grund dafür ist vielleicht die Wette, die Hacko Enneking und ich gewannen, indem wir von Oldenburg nach Osterfeine liefen. Der Wetteinsatz von 500 Liter Bier kam den Zuschauer und Freunden zu Gute.
Hast du den direkten Durchmarsch vom Jugendbereich in die 1. Herrenmannschaft gemacht?
Nein, während meiner Lehre in Wallenhorst hatte ich nicht die Gelegenheit, Fußball zu spielen. Nach der Lehre spielte ich ein halbes Jahr in der 2. Herren, bevor ich für viele Jahre in der 1. Herren spielte.
In welchem Alter hast du deine Karriere beendet und warum?
Nach der Geburt meines dritten Sohnes beendete ich meine Karriere in der 1. Mannschaft aus familiären Gründen. Doch spielte ich bei den Alten Herren weiter.
Was ist in deinem Gedächtnis hängen geblieben, wenn du deine Zeit beim OSV noch einmal rein sportlich betrachtest?
Die Aufstiege von der Kreisliga in die Bezirksklasse und von dieser in die Bezirksliga. Auch die Aufstiegsspiele in die Bezirksoberliga, die wir jedoch wegen des Torverhältnisses verloren, waren tolle Erfolge mit der 1. Mannschaft.
Mit den Alten Herren wurden wir einmal draußen und einmal in der Halle Kreismeister.
Du bist bis heute bei den gegnerischen Angreifern für deine kompromisslose Zweikampfstärke berüchtigt. Wie hast du dir diesen Ruf erarbeitet? Harter aber „fairer“ Einsatz. ;)
Hattest du einen Angstgegner der dir über Jahre „schlaflose Nächte“ bereitet hat? Angstgegner: Nein aber schlaflose Nächte bescherte mir eher mein Mitspieler Buddy. ;)
Kann man die Aussage treffen, dass die Zweikampfstärke im Blut der Fangmänner liegt? Mit deinem Sohn Ferdinand und deinen 3 Neffen spielen 4 Fangmänner für den OSV.
Es sind übrigens 4 Neffen bei denen es wohl ganz danach aussieht.
Erzähl uns bitte (als Zeitzeuge) ein wenig mehr über eines der schwärzesten Kapitel in der Fair-Play Geschichte unseres Vereins. (Punktspiel am 05.12.1982 in Brockdorf)
Brockdorf 1982? Das Spiel habe ich aus meinem Gedächtnis gestrichen.
Sonst haben wir immer so gespielt, dass wir nach dem Spiel noch ein Bier mit der gegnerischen Mannschaft und auch mit meinem direkten Gegenspieler trinken konnten.
Welches sind die positiven Ereignisse in den Jahren, in denen du in Osterfeine Fußball gespielt hast?
Es waren nicht besondere Ereignissen sondern das Verhältnis zwischen Trainern und Mannschaft und das Verhältnis innerhalb der Mannschaft war beim OSV etwas ganz besonderes.
Auch nach der aktiven Zeit fühlt man sich im Sportverein immer willkommen.


