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Interview mit Hubert Putthoff
- Hallo Hubert, aufgrund des letzten Interviews bin ich dazu geneigt zu sagen, dass du in Cherry einen wahren Fan deiner „begnadeten Technik“ hattest. Wer war dein Fußballidol?
Cherry übertreibt ein wenig. Wolfgang Overath vom 1. FC Köln war mein Idol.
- Du bist schon über mehrere Jahrzehnte äußerst aktiv im Osterfeiner Sportverein tätig. Wie bist du überhaupt zum Fußball gekommen?
Auf dem Schulhof und dann als 10-jähriger in die C-Jugend vom OSV.
- Welches Spiel deiner langen Karriere beim OSV hast du in besonderer Erinnerung behalten?
1968 gegen Arminia Hannover anlässlich der Platzeinweihung des heutigen Sportgeländes. Das Spiel ging übrigens denkbar knapp mit 0:10 verloren.
- Welches war die schmerzhafteste Niederlage, die du während deiner fußballerischen Laufbahn verkraften musstest und warum?
Kann mich nicht an eine Niederlage erinnern. Das schmerzhafteste Erlebnis war ein Schien- u. Wadenbeinbruch, schmerzhaft vor allem seelisch, denn es war mein letztes Fußballspiel.
- Du warst während deiner aktiven Zeit als Mittelfeldregisseur eine tragende Säule in der 1. Mannschaft. Zählte der Torabschluss zu deinen größten Stärken?
Eher nicht, aber zu 3-4 Elfmetertoren reichte es schon in einer Saison.
- Wer war dein herausfordernster Gegenspieler?
Mein damaliger und auch noch heutiger Busenfreund August Freese vom TUS Lutten.
- Welches war die beste gegnerische Mannschaft gegen die du aktiv mitgewirkt hast?
Ohne Zweifel Arminia Hannover, die zu der Zeit in der 2. höchsten deutschen Klasse spielten. Ansonsten war der OSV meist die bessere Mannschaft.
- Erzähle uns bitte (als Zeitzeuge) etwas mehr über das ominöse Bezirksligaspiel beim TUS Lutten. (Zu dem angesetzten Spiel war kein Schiedsrichter erschienen und es konnte von beiden Parteien keine Einigung auf einen Schiedsrichter erzielt werden.)
Die Durchführung des Spiels mit neutralem S.R. wurde auf Grund mehrerer verletzter Spieler vom TUS Lutten verhindert. Rache ist süß, denn das zum späteren Zeitpunkt neu angesetzte Spiel wurde klar mit 3:0 vom OSV gewonnen. Auch die angefallenen Fahrtkosten wurden dem OSV erstattet, und vom Vorstand, einigen OSV-Fans und der Mannschaft nach Spielschluß in alkoholische Getränke investiert.
- Die Derbys gegen RW Damme sind seit jeher ein echtes Highlight für Fußballliebhaber aus der Umgebung. Unterscheiden sich die damaligen Lokalderbys von den heutigen? (Zuschauer? Atmosphäre auf dem Platz und außerhalb des Spielfeldes?)
Damals wie heute etwas besonderes, viel Brisanz, viele Zuschauer aber eigentlich immer freundschaftlich und fair. Vielleicht ein Unterschied, heute findet die 3. Halbzeit der beiden Mannschaften in der Brennbar statt, früher in der Disco „Dandy“.
- Nimm bitte kurz Stellung dazu, dass du in der Halbzeit eines Spiels zum Trainer gegangen bist und dich aufgrund von Nackenbeschwerden auswechseln lassen wolltest, weil deine Mitspieler überwiegend auf lange Bälle setzten, um das Mittelfeld zu überbrücken?
3-4 Ballkontakte in einer Halbzeit ansonsten konnte man nur die Flugbahn des Balles in luftiger Höhe verfolgen. Quintessenz: 3 Tage Halskrause tragen.
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