WJB 1 verliert in Dinklage
Nach dem Armbruch von Antonia sind wir nur noch 10 Spielerinnen, und die erfolgreiche, aber auch intensive Oberliga-Vorrunde hinterlässt deutliche Spuren. Spielerinnen wie Julia, Michelle, Jasmin oder Anna W. haben fast jedes Spiel durchgespielt und plagen sich jetzt mit hartnäckigen Verletzungen. Wir sind wirklich ziemlich angeschlagen und wollen die Saison einfach nur noch möglichst gut zu Ende bringen. Aber das Team jammert nicht, sondern macht das Beste aus der aktuellen Situation. Die Mädels zeigen wirklich Charakter!
So auch in Dinklage. Wir wussten, dass es da nicht viel zu holen gibt, denn Dinklages B-Jugend hat einen Namen: Klara Germann! Wir haben wirklich gut angefangen und konnten bis zum 6 zu 5 in der 15. Minute auch gut mithalten. Wir erspielten uns das ganze Spiel über viele sehenswerte Torchancen, scheiterten dann aber immer wieder an den großartig aufgelegten Torhütern des TVD. In der Abwehr standen wir eigentlich wie immer sattelfest. Dinklage versuchte es immer wieder mit Auslösehandlungen und Gegenstößen, die wir aber gut verteidigt bekamen. Dann nahm sich aber immer wieder Klara Germann den Ball und hämmerte ihn völlig unvorbereitet teils aus über 10 Metern mit einer unglaublichen Wucht und Präzision in die Maschen. Beispiel? Von den 12 Dinklager Toren in der ersten Halbzeit erzielte sie 9! Damit zog sie uns frühzeitig im Alleingang den Zahn.
Insofern fällt mein Fazit auch durchweg positiv aus, trotz der Niederlage. Meine Mannschaft hat erneut trotz der personellen Situation eine ganz ambitionierte Leistung und jede Menge Engagement gezeigt. Die Abwehr stand, die Auslösehandlungen und auch das Tempospiel brachte uns immer wieder frei vor des Gegners Kasten. Aber da warteten zwei zu gut aufgelegte Torfrauen. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man vorm Tor „blind verwirft“ oder ob der Torwart großartig pariert. Das Zweite war der Fall und daher gab es für mich wenig Grund zur Kritik an meinen Mädels. Und spielerisch konnten wir gegen Dinklage sehr gut mithalten, wir konnten nur nichts gegen Klara Germann machen. In meinen 20 Jahren als Handballtrainer habe ich noch nie gesehen, wie eine Person einen Mannschaftssport in einem Spiel so unfassbar dominiert. Zu dieser Spielerin kann man dem TVD nur gratulieren.
Fazit: Wir haben aus der Situation am Samstag das Beste gemacht und gegen Dinklage hätten wir auch durchaus mitspielen können, nur halt nicht gegen Klara, die wieder einmal das Maß der Dinge war. Das kann ich gut akzeptieren und anerkennen. Die Entwicklung bei uns stagniert nicht und wir sind nach wie vor in der Spur. Das Team zeigt enorm viel Charakter und Kampfgeist.
Nun geht es am 12.02. um 13 Uhr in Cloppenburg weiter. Da kommt es zum Aufeinandertreffen der verletzungsgebeutelten Teams, denn auch Cloppenburg hat es schwer getroffen. Unter anderem erlitt ihre Haupttorschützin einen Kreuzbandriss, ist aber dem Hören nach kurz vor dem Comeback. Aus Osterfeine daher „Gute Besserung!“
Wir hoffen in Cloppenburg erneut auf Eure Unterstützung!


