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WJB 1 – HSG Osnabrück: 12 – 28

28. Februar 2017

Unsere Formkrise hielt leider auch gegen die Gäste aus Osnabrück an. Folgerichtig kamen wir in eigener Halle mit 28 zu 12 unerwartet deutlich „unter die Räder“. Schon nach 5 Minuten brachen wir komplett auseinander und die Gäste zogen von 2 -4 auf 2- 7 davon. Und wir kamen weder in der Abwehr, noch im Angriff wieder an unsere Normalform heran. Umstellung in der Defensive, Umstellung in der Offensive, Manndeckung gegen Osnabrücks Haupttorschützin, egal was wir versuchten, es will uns derzeit einfach absolut nichts gelingen. Dabei erspielten wir uns wieder unzählige Torchancen, aber der Abschluss fand nie den Weg ins Tor. Fehlende Einstellung oder Engagement kann ich meinem Team keinesfalls vorwerfen, im Gegenteil! Alle trainieren wirklich gut. Momentan sind die Köpfe einfach nicht frei, die „Angst vorm Verlieren“ steht bei uns weit vor „der Lust zu gewinnen“, und das ist einfach der falsche Weg. Wir gehen jetzt in die letzten 5 Wochen der Saison, wo jedes Wochenende ein bockstarker Gegner wartet. Nach zwei mega erfolgreichen Jahren stehe ich jetzt auch in der Krise zum Team und wir werden den Rest unserer gemeinsamen Zeit nun noch ganz viel spielen, Spaß haben und zusammenrücken, und so kommen wir auch durch dieses Loch. Kein Druck mehr für meine kleinen Kämpferinnen. Ihr habt Euch so lange so toll geschlagen, diese Krise sei Euch gestattet. Wir werden kämpfen, das Beste geben und Spaß an unserer Gemeinschaft haben, es kann halt nicht immer nur geradeaus gehen! Wir sind und bleiben ein tolles Team!

Am Samstag, den 04.03. um 14.30 Uhr, kommt mit Garrel der Tabellenführer nach Osterfeine. Die haben mir im Hinspiel, wo es eine deutliche Niederlage setzte, sehr imponiert. Die spielen einen echt schnellen und guten Ball und decken wahnsinnig aggressiv. Attribute, die wir zur Oberliga-Vorrunde auch abrufen konnten. Wenn wir uns da nicht deutlich steigern kriegen wir ein Schützenfest. Aber mein Team hat in den letzten zwei Jahren so viel Charakter bewiesen, wir gehen da ohne Angst rein. Ich möchte für meine Mädels nur um Unterstützung von der Tribüne bitten. Dass wir aktuell nicht an die Leistungen der letzten Monate anknüpfen wissen wir selber. Ich trainiere ganz junge Mädels, die immer ihr Bestes geben, aber es aktuell nicht abrufen können. Die, die uns anfeuern in dieser Krise, auch wenn wir schon 10 Tore hinten liegen (und davon gibt es zum Glück noch einige auf der Tribüne) die brauchen wir jetzt sehr. Die, die aktuell alles besser wissen, sollten es leise untereinander diskutieren, denn meine Mädels sind verunsichert genug. In der Landesliga und der Oberliga-Vorrunde haben wir unsere Fans mit tollem Handball begeistert und alle standen lautstark hinter uns. Jetzt, wo es gerade echt mal so gar nicht läuft, werden wir sehen, wer unsere echten Fans sind. Gegen Garrel wird das ein schwerer Weg für uns. Aber „einfach kann jeder“! Mädels, wir haben vor Gewitter mehr Angst als vor den letzten Spielen, glaubt mir! Das kriegen wir zusammen hin!

 

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