WJB 1 – BV Garrel: 12 – 14
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, so viel ist klar, aber was mein Team gegen den ungeschlagenen Tabellenführer am Samstag ablieferte, hatte mit den völlig verunsicherten Auftritten der letzten Wochen rein gar nichts mehr gemein. Endlich zeigte sich die Mannschaft, die seit Wochen in einer Formkrise steckt, wieder von ihrer besten Seite.
Vor allem die Defensive, die uns in den letzten zwei Jahren eine so erfolgreiche Zeit bescherte, stand wieder wie zu besten Tagen. Und dahinter stand mit Frauke auch endlich wieder die Torfrau im Kasten, die uns stets die nötige Sicherheit gab.
Wir konnten zudem Ausfälle kompensieren. Die bis dato ganz starke Jasmin (1 Tor) musste Ende der ersten Hälfte länger behandelt werden, nachdem sie auf den Kopf gefallen war. Ihre Aufgaben übernahmen die Youngstars Vanessa (1) und Melissa (1) und ließen ebenfalls auf der rechten Defensivseite nichts anbrennen, brachten zudem viel Tempo ins Spiel. Im Angriff harmonierte das Zusammenspiel zwischen Julia (2), Anna W. (3) und der stark aufgelegten Michelle (3). Leider klebte uns das Pech im Abschluss auch an diesem Samstag wieder an den Fingern. Allein beim Stand von 12 zu 14 in der 48. Minute prallte erst ein schöner Knickwurf von Jasmin, im Anschluss ein toller Gegenstoß von Melissa vom Innenpfosten wieder raus. Das wäre der Ausgleich gewesen. So blieb die ganz große Überraschung gegen den Primus der Liga leider aus.
Aber in der jetzigen Situation werden wir diesen Chancen sicherlich nicht hinterher trauern. Nach Abpfiff merkte man den jungen Spielerinnen, aber auch Trainer und Abteilungsleiterin sichtbar an, dass da ein paar Steine abfielen. Wir können noch Handball spielen, Krise hin oder her, wir können es noch! Und wir kommen aus dem Loch auch wieder raus. Diese Erkenntnis nehmen wir jetzt mit in die letzten vier Spiele.
Vor einer ganz schweren Aufgabe stehen wir am Samstag um 16.45 Uhr beim Gastauftritt in Lemförde. Die Gastgeber aus dem Nachbarort sind richtig gut drauf und spielen einen wahnsinnig schnellen Ball. Im Hinspiel, das wir lange offen gestalten konnten, verletzte sich unsere Toni schwer. Aber auch ihr geht es sichtlich besser und sie fängt diese Woche langsam wieder mit ersten individuellen Trainingseinheiten an.
Ich freue mich auf ein letztes sportliches Wiedersehen mit meinen ebenso wie ich scheidenden Trainerkollegen und Freunden Hartmut Dümmermann und Richard Preen. Die Duelle der letzten Jahre waren immer ein Highlight. Und ich hoffe, dass unsere Fans auch am Samstag den positiven Rückhalt für uns bilden wie gegen Garrel. Das positive Anfeuern und Aufmuntern honorierte mein Team – damit können wir arbeiten!


