Spielbericht Landesliga Frauen West, SW Osterfeine – SV Vorwärts Nordhorn
29:36 Niederlage gegen Nordhorn
Am Samstag empfingen wir in heimischer Halle die Mannschaft des SV Vorwärts Nordhorn. In den vergangenen Saisons war Nordhorn immer eine Mannschaft, die oben mitgespielt hat und auch wenn sie die ersten beiden Spiele gegen starke Mannschaften verloren haben (in Cloppenburg und Barnstorf) konnten wir uns schon vorher denken, dass es kein leichtes Spiel werden würde. Nicht nur Nordhorn zählte einige fehlende Spielerinnen, auch wir hatten noch verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle und einige gingen leicht angeschlagen in die Partie. Dennoch wollten wir an die guten Leistungen aus den ersten beiden Punktspielen anknüpfen und alles dafür geben, es Nordhorn nicht zu leicht zu machen.
Dieser Plan ging leider direkt zu Beginn nicht auf. Wir legten einen schwachen Start hin, haben die zweite Welle der Nordhornerinnen nicht in den Griff bekommen und die Rechtsaußenspielerin traf nach Belieben, sodass wir in der 9. Minute bereits mit 9:4 zurücklagen. Die Gegnerinnen spielten ein schnelles Spiel und nutzten die Lücken in unserer Abwehr konsequent aus, was dazu führte, dass wir häufig hinten dran hingen und uns unnötige Zeitstrafen einfingen. Und vorne im Angriff agierten wir häufig zu ideenlos, um dem etwas entgegenzusetzen. So war es nicht verwunderlich, dass der Rückstand bis zur 20. Minute auf 9:17 stieg. Danach jedoch fanden wir wieder etwas mehr in die Spur und machten es unseren Gegnerinnen nicht mehr so leicht. Die Abwehr packte etwas beherzter zu und im Angriff wurden die Lücken in der gegnerischen Abwehr genutzt, sodass wir den Rückstand bis zur Halbzeit auf fünf Tore verkürzen konnten. So ergab sich ein Halbzeitstand von 18:23 – an Toren mangelte es also wahrlich nicht.
In der zweiten Hälfte haben wir uns fest vorgenommen, in der Abwehr nochmal eine Schüppe drauf zu legen, mehr Tempo in unser Angriffspiel zu bringen und unsere Chancen zu nutzen. Ein Fünf-Tore-Rückstand hört sich erstmal viel an, aber im Handball weiß man, dass es nicht unmöglich ist diesen noch zu drehen. Unsere Vorsätze haben wir dann auch umgesetzt und wir haben den Gegnerinnen noch mehr Gegenwehr geboten. Dennoch gestaltete sich daraufhin ein ausgeglichenes Spiel, sodass wir den Rückstand nicht verkürzen konnten. Die Gründe dafür waren eindeutig, denn wir haben kein Mittel gegen das Tempospiel des Gegners finden können, sodass sie immer wieder leichte Tore erzielen konnten, während wir uns die Tore im Angriff hart erarbeiten mussten. Das Spiel hat uns gezeigt, wo wir noch Potenziale haben, an denen wir weiter arbeiten können und müssen, um die Liga zu halten. So ergab sich ein Endstand von 29:36 für Nordhorn.
Insgesamt kann man festhalten, dass es eine verdiente Niederlage war. Wir müssen im Angriff ideenreicher werden und in der Abwehr auch gegen eine Tempomannschaft bessere Mittel finden, um auch gegen solche Gegner standhalten zu können. Aber im Spiel war absolut nicht alles schlecht, denn wer 29 Tore wirft, scheint auch einiges richtig gemacht zu haben! Ganz großen Anteil daran hatte am Wochenende unsere überragend spielende Julia. Allein in der ersten Halbzeit erzielte sie 10 Tore, machte Druck auf die Abwehr und holte so auch viele Siebenmeter raus, die sie mit einer 100% Quote verwandelte. Insgesamt kam sie am Ende des Spiels auf 17 (!!) Tore.
Auch, wenn wir an diesem Wochenende die erste Niederlage der Saison einstecken mussten, stecken wir noch lange nicht den Kopf in den Sand. Das nächste Spiel wartet bereits am nächsten Wochenende auf uns. Am Tag nach Sportlerball dürfen wir gegen unsere Mitaufsteigerinnen aus Burg Gretesch spielen. Ja, richtig gelesen – am Tag nach Sportlerball.. Wir werden aber dennoch alles dafür geben, die nächsten zwei Punkte zu holen und würden uns sehr freuen, wenn wir einige von euch in der Halle an der Windhorststraße in Schinkel (Osnabrück) antreffen und auf eure Unterstützung zählen können.
Das nächste Heimspiel steht dann wieder am 20.11. um 18:30 Uhr gegen Itterbeck an. Dann auch ohne eine Sportlerballnacht davor ;-)
Bis dahin, die 1. Damen
Tore: Julia Lampe (17/10), Louisa Beckmann (3), Lisa Meyer, Hanna Glandorf, Hannah Kalus (je 2), Franziska Maue, Stefanie Meyer, Mareen Kamphaus (je 1).

