Fuba 1. A-Jugend Testpiel gg. JSG Emstek/Bethen/Höltinghausen
SW Osterfeine – JSG Emstek/Bethen/Höltinghausen 5:0
Eine Woche vor dem Beginn der diesjährigen OM-Liga, in der es wieder um den Aufstieg in die Bezirksliga gehen wird, traten wir auf heimischem Rasen zur Generalprobe gegen die JSG Emstek/Bethen/Höltinghausen an. Unser letztes Testspiel zum Ende der Wintervorbereitung sollte dazu dienen noch einmal ein alternatives Spielsystem auszuprobieren, um während der Saison bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können.
Statt des gewohnten 4-2-3-1 starteten wir in einem 3-4-1-2, in dem die beiden Außenbahnspieler als klassische Schienenspieler agieren sollten. Und diese Formation sollte von Beginn an erstaunlich gut funktionieren. Die Dreierkette, bestehend aus Maxi, Bosche und Jarle, verschob sehr gut und bekam die notwendige Unterstützung von den Schienenspielern, während die beiden Angreifer Druck auf die gegnerische Defensivreihe ausübten. Gleichzeitig war unser Zentrum aufmerksam, schloss entstehende Lücken und schaltete nach Ballgewinn zügig um.
Dass die Platzverhältnisse angesichts der Belastung in den letzten Wochen nicht ideal waren brauche ich an dieser Stelle wahrscheinlich niemandem erzählen. Trotz wahnsinniger Anstrengungen des Teams um Platzwart Loko lässt sich bei den Witterungsverhältnissen des vergangenen Winters nunmal kein englischer Rasen heranzüchten. Es gibt dann aber eben Mannschaften, die die Verhältnisse annehmen, wie sie sind und das Beste daraus machen und andere, die nur auf bundesligatauglichem Geläuf ihre Leistung abrufen. Wir gehörten an diesem Tag definitiv in die erste Kategorie.
Zwar blieben spielerische Highlights in der ersten Hälfte eher Mangelware, doch immerhin konnten wir über Einsatzbereitschaft und das Ausnutzen der Gegebenheiten Kapital aus der Situation schlagen. So eroberten Putti und Arne im Verbund durch das Attackieren der Innenverteidiger in der 06. Minute den Ball, Putti legte sich die Kugel vor, ging dynamisch vorbei und schloss ins lange Eck trocken zum 1:0 ab.
Nur drei Minuten später kamen die Innenverteidiger unserer Kontrahenten in einer sehr ähnlichen Situation nicht mit den Platzverhältnissen klar, Putti erkannte die Chance zu attackieren, wurde angeschossen und der Ball sprang direkt in seinen Laufweg. In bester Stürmermanier nutzte er den Freiraum und brachte das Spielgerät im kurzen Eck unter und stellte somit früh auf 2:0.
Wir schon beschrieben war die erste Hälfte spielerisch kein Leckerbissen. Mit der Führung im Rücken suchten wir nun immer wieder den einfachsten Weg, der in häufig an den legendären Pokalsieg von Eintracht Frankfurt über die Bayern erinnerte. „Bruder, schlag den Ball lang“ hätte die Überschrift der Minuten bis zur Pause lauten können. So häufig, wie die Kugel über Paul, Mathis und Jannis hinweg flog, mussten wir froh sein, dass nicht alle drei mit einem steifen Nacken in der Kabine bleiben mussten.
Naja, ganz so schlimm war es dann doch nicht. Neben den vornehmlich langen Bällen streuten wir immer wieder Steilpässe ein, die Putti und Arne nutzten, um in den Rücken der Abwehr zu kommen und dort für Gefahr zu sorgen. Einen solchen Steilpass durch die Schnittstelle spielte Maxi, nachdem er stark rausgestochen war und sich so die Kugel erobern konnte, in der 20. Minute auf Arne Stärk. Dieser nutzte seine Geschwindigkeit aus, zog davon uns schloss aus spitzem Winkel ab. Der Torhüter konnte den Ball zwar blocken, allerdings nur nach oben und so machte das Ding eine Kerze, fiel auf den Boden und sprang von dort ins Netz.
Bis zum Pausentee lief das Spiel so weiter, wie es begonnen hatte. Den Gästen fiel nicht allzu viel ein, da der Boden ihr Passspiel nicht ausreichend unterstützte. Unsere Jungs waren hellwach und reagierten in den meisten Situationen schneller auf untergrundbedingte Richtungsänderungen des Balles, sowie schlichte Ungenauigkeiten im Passspiel. Am Ende des Tages ist der Platz eben auch für beide Seiten gleich (genauso wie der Ball, der zwischenzeitlich ebenfalls nicht den Ansprüchen unserer Gäste entsprach) und wir waren diejenigen, die besser darauf reagierten.
In der Halbzeitpause nahmen wir uns dennoch vor im zweiten Durchgang etwas mehr Attraktivität und spielerische Klasse in die Partie zu bringen. Nicht mehr jeden Ball lang zu spielen, sondern über zielgerichtetes Passspiel über den Platz zu kommen, um dann nur noch die letzte Linie überspielen zu müssen und so Gefahr zu erzeugen.
Auch diese Vorgabe wurde mit Bravour umgesetzt. Natürlich gab es nach wie vor Befreiungsschläge aus brenzligen Situationen, aber wenn es die Möglichkeit gab lösten wir über sauberes Passspiel auf und spielten dann Steckpässe auf unsere Angreifer.
Der nächste Treffer wurde dennoch durch einen langen Schlag von Bagge eingeleitet. Arne Stärk setzte sich nach diesem stark gegen seinen Verteidiger durch und steckte auf den durchstechenden Herf. Dieser wiederum leitete die Kugel weiter zu Malte, dem der Ball zunächst versprang, der dann aber das Glück des Tüchtigen hatte und vom Torhüter so angeschossen wurde, dass der Ball ins Tor sprang (51. Minute).
Sieben Minuten später machte Arne Stärk den Deckel drauf. Paul gewann im Mittelfeldzentrum sein Kopfballduell und brachte den Ball so zu Arne. Der wiederum sah den auf der Gegenseite durchstechenden Herf und versuchte ihn mit einer hohen Hereingabe in den Strafraum in Szene zu setzten. Dem Torhüter missglückte es das Spielgerät abzufangen, stattdessen sprang die Kugel über ihn hinweg und Herf hätte sich seinen Treffer holen können, entschied sich jedoch stattdessen dafür einen der Top 3 respectful moments auf den Platz zu bringen und Arne den Treffer zu gönnen. Der Ball trudelte ins Tor und David Piening konnte nicht anders, als mit Tränen in den Augen an seine Brust zu greifen und leise „absoluter Ehrenmann“ in Richtung seines Mitspielers zu murmeln.
In der Folge zockten wir es souverän runter und erspielten uns noch die eine oder andere gute Chance das Ergebnis weiter zu erhöhen. Doch auch in diesem Spiel zeigte sich wieder die eine oder andere Baustelle in Sachen Abschlussqualität. Fairerweise muss man aber dazusagen, dass wir bei der Vielzahl an Chancen, die wir uns in den letzten Partien herausgespielt haben, auch mal die eine oder andere liegen lassen können und trotzdem Erfolg haben.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Defensivleistung, die wir in den letzten drei Spielen gezeigt haben (mit Ausnahme der unrühmlichen30 Minuten gegen Rieste/Alfhausen). Von der Angriffsreihe über das Mittelfeld bis hin zur defensiven Kette, egal, ob mit drei oder vier Verteidigern, spielen wir mutig gegen den Ball und übernehmen so nicht nur die Kontrolle auf dem Platz, sondern kommen auch zu Ballgewinnen in Positionen, die für unmittelbare Gefahr sorgen.
Nach dieser Partie sehen wir uns gut gerüstet, um eine erfolgreiche Serie in der OM-Liga auf den Rasen zu bringen. Los geht es am kommenden Samstag (14.03., 16:30 Uhr) in Molbergen gegen die JSG Molbergen/Peheim/Ermke. Unsere Kontrahenten eines von drei Teams, die am Ende der Hinrunde punktgleich an der Spitze der Kreisliga Cloppenburg standen. Alles andere, als Laufkundschaft also. Wir werden trotzdem alles dafür tun die Punkte mit in die Heimat zu nehmen!
Mit freundlichen Grüßen
Coach P.
Tore: 1:0 J.-B. Putthoff; 06. Minute
2:0 J.-B. Putthoff; 09. Minute
3:0 A. Stärk (M. Böckmann); 20. Minute
4:0 M. Pieper; 51. Minute
5:0 A. Stärk (P. Kreinest); 58. Minute



