Fuba 1. A-Jugend
SW Osterfeine – JSG Rechterfeld/Goldenstedt 6:0
Das letzte Spiel der diesjährigen OM-Liga Saison stand am Osterfeiner Schützenfest-Wochenende an. Und ein Schützenfest konnten wir gut gebrauchen, da die Tabellenkonstellation uns dazu zwang, unser Torverhältnis weitestmöglich in die Höhe zu schrauben.
Als Gegner war die JSG Rechterfeld/Goldenstedt zu Gast. Diese spielte in der Hinrunde noch in der Bezirksliga, musste sich nach dem Abstieg in der Winterpause jedoch im unteren Mittelfeld der Liga einordnen. Dennoch war es wichtig, unsere Kontrahenten nicht zu unterschätzen, um die Torejagd nicht negativ zu beeinflussen.
Bei strahlendem Sonnenschein und mit der Musik des unmittelbar neben dem in ausgezeichnetem Zustand befindlichen Hauptplatz stattfindenden Schützenfestes im Ohr entwickelte sich eine gute Partie, in der man beiden Teams zwar anmerkte, dass sie keine Fehler machen wollten, gleichzeitig jedoch auch in einzelnen Situationen erkennen konnte, welche Qualität sie auf den Platz bringen. Chancen auf beiden Seiten blieben vorerst allerdings Mangelware.
In der 14. Minute gelang es uns dann aber den Bann zu brechen. Nach einem Einwurf schickte Herf seinen Mannschaftskollegen, Arne Jacob, an die Grundlinie. Dort legte dieser mit dem ersten Kontakt quer an den Fünfmeterraum, wo Clemens eingelaufen war und den Ball zwar etwas unsauber, aber immerhin erfolgreich über die Linie drückte.
Nur eine Minute später schien es, als könnte dieses Spiel ganz nach unserem Gusto laufen. Clemens schickte Arne Stärk auf die linke Außenbahn, dieser zog mit Tempo an seinen Gegenspielern vorbei in den Strafraum und hatte das Auge für seinen Mitspieler am zweiten Pfosten. Henrik Kohake war von der Rechtsverteidigerposition den gesamten Weg durchgesprintet und musste aus kürzester Distanz den Ball nur noch über die Linie drücken, um auf 2:0 zu stellen.
Ab diesem Moment hatten wir die Partie gut im Griff. Defensiv standen wir sicher und unterbanden die gegnerischen Angriffe meist zuverlässig, bevor sie Gefahr ausstrahlen konnten. Gleichzeitig spielten wir nach vorne zielstrebig und konnten dadurch zu guten Gelegenheiten kommen unser Torkonto aufzustocken. Kapital daraus schlagen konnten wir allerdings nicht. Es blieb bis zur Halbzeit beim 2:0.
Dass dies unsere Ausgangsposition nur unwesentlich verbessern würde war uns bewusst. Es galt jedoch abzuwägen, welches Risiko wir für weitere Tore eingehen wollten.
Vielleicht auch ein wenig den Temperaturen geschuldet ließen wir den Gästen nun ein wenig mehr Raum im Aufbauspiel der Verteidiger. In den hinteren Reihen standen wir hingegen kompakt und eroberten so Bälle, die wir anschließend in die großen Räume in der gegnerischen Hälfte spielen und mit Tempo kontern konnten. Eine pfeilschnelle Offensivreihe, bestehend aus Putti, Arne Stärk und Arne Jacob, war dafür prädestiniert.
In der 64. Minute sollte dieses Konzept von Erfolg gekrönt sein, als Arne Jacob im Mittelfeldzentrum riesig viel Platz bekam und die Kugel mit ganz viel Gefühl in den Lauf von Arne Stärk hob. Dieser war seinen Verteidigern entwischt und blieb 16 Meter vor dem Tor eiskalt, um am Torhüter vorbei zum 3:0 ins Netz zu treffen.
Auch am nächsten Streich war unser Stürmer maßgeblich beteiligt. Einen hohen Ball im Mittelfeld holte sich Putti ganz stark per Kopf und setzte so seinen Angriffskollegen in Szene. Dieser dribbelte über den halben Platz auf das Gehäuse zu, zog so den letzten Verteidiger auf sich und legte im entscheidenden Moment quer zurück zu Putti. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und versenkte den Ball zum 4:0 (79. Minute).
Und diese Kombination funktionierte noch ein weiteres Mal. Nun war es allerdings ein stark gespielter Ball von Herf, dem sowohl Arne, als auch Putti vorauseilten. Von Arnes Kopf wurde das Leder ungewollt direkt in den Lauf des diagonal hinter ihm postierten Außenstürmers weitergeleitet und dieser machte sich auf die Reise. Wenn wir in dieser Saison eine Sache gelernt haben, dann dass Putti sich eine solche Chance nicht entgehen lässt. Aus spitzem Winkel guckte er den Torhüter aus und stellte auf 5:0 (87. Minute).
Und ein letztes Highlight hatte dieses Spiel noch für uns über. Wir ließen die Kugel kurz durch unsere Viererkette rollen, Maxi ließ den anlaufenden Gegenspieler ins leere laufen und spielte zu Rechtsverteidiger Paul „Bagge“ Kreymborg. Dieser spielte einen Zuckerball in den rechten Halbraum und Arne Stärk brauchte nur noch einen Kontakt, um am herauseilenden Torhüter zum 6:0 Endstand ins kurze Eck einzuschießen (88. Minute).
Wer sich dieses Spiel noch einmal in voller Länge anschauen möchte, kann das unter diesem Link tun:
SPVGG SW Osterfeine – A-Junioren vs JSG Rechterfeld/Goldenstedt – A-Junioren – Staige
Unter folgendem Link sind die Highlights des Spiels zu finden:
Durch diesen Sieg im letzten Ligaspiel haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Ausgangsposition maximal verbessert. Nun heißt es hoffen und bangen, dass unsere Konkurrenten im Kampf um die Bezirksliga das Unmögliche nicht doch noch möglich machen. Dafür müsste Cappeln/Sevelten/Elsten in den verbleibenden zwei Spielen gegen Molbergen/Peheim/Ermke und Lindern/Löningen/Vrees 12 Tore Tordifferenz aufholen und gleichzeitig gegen letztere verlieren. Diese wiederum müssten zusätzlich ihr Spiel gegen die JSG Großenkneten gewinnen. Ganz hohe Mathematik also in der OM-Liga. Allerdings passieren gerade am Ende der Saison wundersame Dinge. Man schaue sich einmal die Ergebnisse an den letzten Spieltagen in der Herren Bezirks- und Kreisliga an…
Die Freude nach dem Schlusspfiff war groß, schließlich hatten wir alles dafür getan, uns für eine starke Saison zu belohnen. Müssten wir nicht auf die Ergebnisse der ausstehenden Spiele anderer Teams warten, wären die Bierduschen für das Trainerteam und die Spieler sicherlich noch ausgiebiger gewesen. Grund genug zum Feiern hatten wir aber auch so. Schließlich sind wir bereits sicher das beste VEC-Team der Liga und stehen zudem im Pokalfinale, welches am 19.06. um 19:00 Uhr am Klünenberg ausgetragen wird. Die Neuauflage des letztjährigen Finals (dieses Mal allerdings in der klaren Underdog-Rolle) wird hoffentlich genauso viele Zuschauer anziehen. Und wer weiß, was dann im Hexenkessel möglich ist…
Mit freundlichen Grüßen
Coach P.
Tore: 1:0 C. Lapke (A. Jacob); 14. Minute
2:0 H. Kohake (A. Stärk); 15. Minute
3:0 A. Stärk (A. Jacob); 64. Minute
4:0 J.-B. Putthoff (A. Stärk); 79. Minute
5:0 J.-B. Putthoff (A. Stärk); 87. Minute
6:0 A. Stärk (P. Kreymborg); 88. Minute



