Fußball B-Jugend
SW Osterfeine – SFN Vechta 1:2
Der Sieg gegen die JSG Stein/Mü/Kro hatte unsere Ausgangslage vor der Partie deutlich verbessert. Nun wartete mit SFN Vechta der nächste harte Brocken. Während die Jugendabteilung der Kreisstädter in der Vergangenheit häufig nur ein Schattendasein fristete hat sie in den letzten Jahren durch den Einsatz motivierter Trainer und die Akquise talentierter Spieler deutlich an Qualität gewonnen und ist so zu einem erstzunehmenden Konkurrenten auf Kreis- und Bezirksebene herangewachsen.
Wir wollten dennoch zeigen, dass wir trotz ein paar liegengelassener Punkte zur Spitzengruppe der Kreisliga gehören. Passenderweise hatten wir im vorherigen Spiel ausgerechnet das Team geschlagen, was sich für de bisher einzige Saisonniederlage Vechtas verantwortlich zeigte.
Aufgrund kurzfristiger, beruflicher Verhinderungen des Trainerteams sprang freundlicherweise erneut das C-Jugend Trainerteam für das Aufwärmen, die Spielbesprechung und Betreuung in den ersten Spielminuten ein. Ein riesiges Dankeschön und Lob geht an dieser Stelle an Bubble, Frank und Seppl, die in solchen Situationen immer wieder zeigen, was gegenseitige Unterstützung und Verlässlichkeit bedeuten. Eine kurze WhatsApp-Nachricht oder ein Anruf reicht aus und man bekommt nicht nur dringend benötigte Hilfe, sondern auch eine hohe fachliche Kompetenz. Um es mit Bubbles Worten zu sagen: Ganz Klasse!
Die Jungs waren gut eingestellt und machten von Beginn an klar, dass sie an diesem Tag die Punkte zuhause behalten wollten. Mit dem verspäteten Eintreffen von Trainer Jan-Bernd Pohlschneider fiel bereits das 1:0. Anton Schmutte brach auf der rechten Außenbahn durch und brachte den Ball halbhoch an den Fünfmeterraum. Dort war zwar der Vechtaer Torhüter als erster am Ball, schoss mit seinem Klärungsversuch jedoch den unmittelbar vor im stehenden Paul Gieskemeyer an, von dem aus der Ball im Netz landete (03. Minute).
Mit der frühen Führung im Rücken merkte man der Mannschaft an, dass sie Blut geleckt hatte. Die Gäste spielten im Aufbau zwar ansehnlichen Fußball, wurden jedoch in den meisten Fällen von unserer intensiv arbeitenden Defensive gestoppt. Und wenn diese es einmal nicht schaffte, war Torhüter Jannes Markus zuverlässig zur Stelle. Nach vorne gelang es uns in regelmäßigen Abständen Nadelstiche zu setzen, ohne jedoch die ganz große Durchschlagskraft zu entwickeln. Eine besondere Gefahr stellten unsere Standardsituationen dar, die von den Nordkreislern nur schwach verteidigt wurden, allerdings auch auf wundersame Weise ihren Weg ins Tor nicht finden wollten.
Und wie es in solchen Spielen häufig so kommt brachten und zwei kurze Unachtsamkeiten um unseren verdienten Lohn. In der 33. Minute rutschte eine Halbfeldflanke vom linken Flügelspieler so (un-)glücklich über den Schlappen, dass die Kugel in hohem Bogen über den überraschten Jannes hinweg unter die Latte segelte. Nach kurzer Verwirrung (es wirkte für viele so, als sei der Ball auf das Netz gefallen und durch ein Loch ins Tor gerollt) gab der Schiedsrichter den Treffer zum Ausgleich.
Nur eine Minute später wurde der Ball nach einem Ballverlust im Mittelfeldzentrum direkt hinter unsere Viererkette gehoben, diese zog im anschließenden Laufduell den Kürzeren und kam nicht mehr in den Zweikampf, was dem gegnerischen Stürmer ermöglichte frei vor Jannes aufzutauchen und zum 1:2 zu verwandeln.
Innerhalb von zwei Minuten drehten die Gäste also das Spiel. Spielerisch hatte sich das nicht angedeutet. Das Spiel war nach wie vor ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Nur liefen wir nun eben einem Rückstand hinterher.
In der Halbzeit nahmen wir uns entsprechend vor genau dort weiterzumachen, wo wir in Durchgang eins aufgehört hatten. Wir machten schließlich ein gutes Spiel… Nur die Tore wollten nicht fallen.
Auch nach der Pause hatten wir das Spiel weitestgehend im Griff. Wir standen defensiv sicher und nutzten nach vorne zunehmend aufgehende Räume, um Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu erzeugen. Bei den Zuspielen im letzten Drittel ging jedoch mit zunehmender Spielzeit die Kraft und damit auch die Genauigkeit zur Neige.
Unsere Standards blieben weiterhin brandgefährlich. Ismail brachte Eckball um Eckball in den Fünfmeterraum, doch jeder Abschluss verfehlte entweder knapp das Gehäuse oder wurde von einem auf der Linie stehenden Spieler oder Torhüter daran gehindert diese zu überqueren. So bitter es auch ist… es gibt diese Tage, an denen man Chance um Chance hat, aber gefühlt ewig weiterspielen könnte ohne erfolgreich zu sein.
Einen solchen Tag hatten wir leider erwischt. Bis zum Ende des Spiels hatten wir zwar einige Chancen auf den Ausgleich, der Ball wollte aber einfach nicht mehr ins Netz. So mussten wir uns nach hartem Kampf unglücklich geschlagen geben.
Die Enttäuschung war den Jungs anzumerken, schließlich wären hier drei Punkte drin gewesen, die uns Richtung Tabellenspitze hätten bringen können. Wichtig ist in solchen Situationen aber den Kopf oben zu behalten und das Positive aus der Situation zu ziehen: Wir haben einem Spitzenteam der Liga Paroli bieten können und waren mindestens ebenbürtig.
Mit diesem Selbstbewusstsein wollen wir nun in die wichtigen Spiele gegen BW Lohne II und TV Dinklage gehen, um unseren Anspruch auf die Aufstiegsränge zu untermauern.
Am 27.09. (10:30 Uhr) gehen wir die erste dieser beiden Aufgaben an. Mit BW Lohne III wartet ein Gegner aus den unteren Tabellenregionen, der jedoch alle seine Spiele knapp gestalten konnte und daher nicht zu unterschätzen ist.
Tore: 1:0 Paul Gieskemeyer (Anton Schmutte); 03. Minute
1:1 Ajan Pacarizi; 33. Minute
1:2 Ajan Pacarizi; 34. Minute


