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SWO I – Interview mit Andreas Hölzl

2. April 2010

Steckbrief:

Alter: 25
Familienstand: Ledig
Beruf: Mechatroniker

Redaktion: Hallo Andreas! Du hast in der Hinrunde wegen einer Verletzung einige Spiele verpasst. Wie sieht es aktuell mit Deinem Befinden aus?

A. H.: Momentan geht es wieder Bergauf, auch wenn ich in den ersten Spielen des Jahres stark mit Krämpfen zu kämpfen hatte. Dies ist wohl hauptsächlich mit meiner Krankheit Diabetes in Verbindung zu bringen. Ich wurde allerdings neu eingestellt und habe den Zucker wieder besser im Griff. Dies konnte man denke ich auch schon wieder gegen Essen sehen. Das war für mich persönlich einfach sehr wichtig, endlich wieder 90 Minuten ohne Probleme durchhalten zu können.
Die Schulterverletzung aus der Hinserie ist gut verheilt. Diese habe ich bislang nur noch einmal im Training gemerkt, als Böcki uns zu Medizinball Handballern machen wollte. Da schoss mir noch einmal der Schmerz in die Schulter. Im Nachhinein hats zwar geschmerzt, aber es war wohl doch mehr der Schock und die Angst die mich dort überkam.

Redaktion: Trainingsbeobachter sahen Dich in der vergangenen Woche zwei Stunden lang mit einer Bleiweste trainieren. Was hatte dies auf sich?

A. H.: Naja, ganz zwei Stunden waren es ja nicht… Allerdings habe ich eine Stunde mit der Bleiweste trainiert, ja. Halt bis nachdem 10-Minuten-Lauf, danach war auch ich am Ende. Das schöne war, man legt die 10kg ab, fühlt sich federleicht und kann die zweite Trainingshälfte beflügelt aufspielen. Riese hat mich danach sehr beneidet, denn auch er würde seine natürliche Bleiweste ab und zu sehr gerne ablegen.
Nun aber zu der eigentlichen Frage…
Da ich im Schichtbetrieb arbeite, kann ich leider nur alle 2 Wochen trainieren. Um dies auszugleichen, habe ich mir die Bleiweste zugelegt, um mit dieser in der Spätschichtwoche selber morgens zu laufen und halt auch zumindest Dienstags in der Frühschichtwoche damit zu trainieren. Vielleicht treibt es mein Ehrgeiz da auch mal wieder zu wild mit mir, aber ich will dadurch noch effektiver die Zeit zum trainieren nutzen.

Redaktion: Wie bist du persönlich mit dem Rückrundenstart zufrieden?

A. H.: Nur mäßig, um ehrlich zu sein. Steinfeld aus dem letzten Jahr heraus genommen. Gegen Ramsloh und Bakum müssen mehr als nur 2 Punkte her, auch wenn diese sich in der Winterpause verstärkt haben. Es ging da immer noch gegen den letzten und vorletzten Platz. Allerdings waren es leistungsgerechte Ergebnisse. Wir haben einfach zu wenig Druck auf deren Defensive ausgeübt. Und das waren weißgott nicht Weltklasse-Defensiv-Reihen. Auch ich war in beiden Spielen nicht mit meiner Leistung zufrieden.
Gegen Essen war es wieder eine grauenhafte schlechte erste Hälfte. Vom Beginn der zweiten Hälfte konnte man meiner Meinung nach merken, das wir mehr wollten, mussten allerdings noch das 0:2 hinnehmen. Danach wurden wir noch stärker und erzielten zu Recht das 1:2 und 2:2. Am Ende wäre noch mehr drin gewesen, aber da fehlte uns auch ein wenig das Glück.

Redaktion: Nun geht es gegen den Ligaprimus aus Damme. Ist die Mannschaft für dieses Spitzenspiel gerüstet?

A. H.: Wenn wir an die letzte halbe Stunde vom Essen-Spiel anknüpfen, sehe ich eine Chance, den Dammern käpferisch Paroli zu bieten. Spielerisch sind sie uns sicherlich überlegen, jedoch spielen wir zu Hause gegen den Stadtrivalen, noch dazu gegen den momentanen Spitzenreiter. Wer ist da nicht bis ins kleinste Haar motiviert?! Wir haben die Dammer schon so manches Mal geärgert und auch in der Hinserie als einziges Team einen Punkt aus Damme mitgenommen. Wir wollen und denke werden es ihnen nicht einfach machen, hier die Punkte mitzunehmen.

Redaktion: Im Hinspiel hatten wir Damme in der zweiten Halbzeit am Rande einer Niederlage. Was haben wir in diesem Spiel besonders gut gemacht und was müssen wir noch besser machen als im Hinspiel, um Damme ein Bein zu stellen?

A. H.: Beim Abschlusstraining vorm Essen-Spiel hatte es Bubbel schon zelebriert, als er uns nachdem Training zur abschließenden Besprechung alle in die Schiri-Kabine rief. Erst packten wir uns alle an den Kopf, jedoch sollte dies Symbolwert haben. Wir mussten in der kleinen Schiri-Kabine sehr eng aneinander rücken um überhaupt alle dort hinein zu passen.
Genau das müssen wir auch gegen Damme. Wir müssen noch enger zusammen rücken. Jeder muss für den Anderen fighten um auch mal einen Fehler ausbügeln zu können. Wir werden alle ein kleines bisschen über uns hinaus wachsen müssen, ähnlich wie im Hinspiel. Wenn uns dies gelingt, werden wir die Dammer auch dieses mal ein oder auch zwei Beine stellen.

Redaktion: Damme ist unglaublich offensivstark in dieser Saison. Wirst Du Dich in diesem Spiel auf die Defensive beschränken müssen, oder dürfen die Zuschauer auch einige Deiner dynamischen Offensivaktionen über die rechte Seite erwarten?

A. H.: Ich glaube nicht, das ich nur Abwehrarbeit leisten will. Klar ist es das erste Gesetz, erst einmal seinen Gegenspieler den Schneid abzukaufen und somit nach hinten hin sicher zu stehen. Allerdings nutze ich viel zu gerne meine Schnelligkeit um immer wieder Konter oder Flankenläufe einzuleiten. Ich glaube nicht das ich Samstag da ganz und gar drauf verzichten muss, nur weil der Gegner jetzt Damme heißt.

Redaktion: Deine Freundin spielt bei RW Damme Handball. Steht sie heute in einem Gewissenskonflikt?

A. H.: Schöne Frage, da muss ich bisschen Grinsen. Aber nein, das Glaube ich nicht, das Vanessa da einen Gewissenskonflikt hat. Sie spielt zwar gerne in Damme Handball, da sie in der Oberliga ihr Leistungspotenzial voll ausschöpfen kann, jedoch trennt sie Fußball und Handball klar von einander. Sie und auch ihre ganze Familie sind bei eigentlich jedem Heimspiel von uns dabei und unterstützen uns. Selbst bei vielen Auswärtsspielen begleitet Vanessa mich. In Sachen Fußball ist sie definitiv Osterfeinerin, auch weil ihr Vater damals schon unser Tor gehütet hat.

Redaktion: Ostermontag geht es gegen Am. Lohne. Was ist dort für unsere Mannschaft möglich?

A. H.: Amasyar ist eine sehr technisch starke Truppe, wenn wir ihnen aber bisschen auf die Füße treten (Symbolisch gesehen) und ihnen so die Lust am Spiel nehmen, ist dort denke ich etwas möglich für uns. Jedoch muss auch dort eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den ersten Spielen 2010 her. Ansonsten wird es sehr schwer für uns werden. Es geht wie so oft in Osterfeine mal wieder nur über den Kampf, Einstellung und Geschlossenheit der Mannschaft.

Redaktion: Welches ist Dein persönliches Ziel für den Rest der Saison und wo möchte die Mannschaft in der Endabrechnung landen?

A. H.: Persönlich habe ich noch eine Wette mit Michi Bergmann am laufen, bei der ich mindestens 10 Tore vorbereiten oder schießen muss. Michi dagegen muss mindestens 10 Tore schießen. Klar ist das ein hoch gestecktes Ziel, da ich im Grunde auch nur dir Rückrunde, wegen meiner Verletzung, dafür Zeit habe. Aber ich mag solche Herausforderungen, damit pusche ich mich selber.
Für die Mannschaft sehe ich uns irgendwo zwischen Platz 6-8. Für die Top 5 reicht es in meinen Augen dieses Jahr noch nicht. Aber gerade von diesen 5 einen hin und wieder zu ärgern, sollte auch ein Etappenziel für uns sein. Hoffentlich heute schon.

Redaktion: Bitte tippe für uns die Spiele des Osterwochenendes!

A. H.:       SWO : RWD 2:1
             Am. Lohne : SWO 0:2
Ich bin die Unentschieden Leid! 

 

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