1. A-Jugend
TSV Ganderkesee – SW Osterfeine 1:1
Nach dem Pokal-Halbfinale am vergangenen Mittwoch hatte uns der Ligaalltag wieder und wir machten uns auf die weite Reise nach Ganderkesee. Dort wollten wir wichtige drei Punkte holen, um noch eine kleine Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga zu wahren.
Vor dem Spiel galt es allerdings erst einmal zu improvisieren. Da neben dem aufgrund eines privaten Termins verhinderten etablierten Rechtsverteidiger Johann auch noch sein potenzieller Ersatz Tom verletzt ausfiel musste Clemens auf ungewohnter Position aushelfen. An dieser Stelle sei allerdings vorweggenommen, dass er sich nichts anmerken ließ und eine solide Partie ablieferte. Wir können uns glücklich schätzen einige Spieler in unseren Reihen zu haben, die etliche Positionen auf dem Platz besetzen können. Gerade in diesen Situationen gibt uns das die nötige Flexibilität, um immer eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu bringen. Da allerdings auch unsere 2. A personell dünn besetzt und auf Hilfe aus der B-Jugend angewiesen war hatten wir nur einen Auswechselspieler dabei.
Die erste Halbzeit in der Ferne erinnerte ein wenig an die erste Halbzeit des Pokalspiels in Kroge. Die Gastgeber postierten sich tief in der eigenen Hälfte und überließen es uns das Spiel zu machen, um dann nach Balleroberungen in schnellen Kontern ihr heil zu suchen. Und wir machten dieses Spiel mit, ließen die Kugel nur langsam durch unsere Reihen laufen und zeigten selten den Willen mit kurzen Antritten Lücken in den stabilen Verbund zu reißen.
Echte Chancen waren daher absolute Mangelware und kamen im Grunde nur dann zustande, wenn wir einmal das Tempo anzogen oder auf der Gegenseite die Zweikampfführung verweigerten und unsere Kontrahenten dadurch nah an den eigenen Kasten ließen. Es wirkte ein bisschen so, als wollten wir das Spieltempo gar nicht beschleunigen wollen, da wir selbst noch nicht ganz wach im Kopf waren.
Und dieser Eindruck bestätigte sich in der 32. Minute. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam zunächst ein gegnerischer Angreifer aus ca. 11 Metern unbedrängt zum Kopfball, den Sonne stark hielt uns zur Seite abwehrte. Wir rückten allerdings nicht konsequent raus, brachten so keinen Druck auf den Spieler, der den zweiten Ball durch den Strafraum spielte und hoben sogar noch das Abseits auf, weil wir im eigenen Fünfmeterraum einfach stehen blieben, sodass unser Gegner am zweiten Pfosten nur noch den Fuß reinhalten musste. Unsere Schlafmützigkeit wurde bitter bestraft. Mehr…




